Injektionen
In der Schmerztherapie können viele Beschwerden wie z.B. Verschleißerkrankungen der Gelenke, Halswirbelsäulen- und Rückenschmerzen, Kopf-, Nerven- und Muskelschmerzen ganz gezielt und erfolgreich mit Injektionen und Infiltrationen behandelt werden und Patienten oftmals sogar vor einer Operation bewahren.
Bei einer Injektion wird, mittels einer Hohlnadel (Kanüle) und einer Spritze, ein flüssiges Medikament durch die Haut verabreicht und gelangt so in Blutgefäße oder Muskeln. Beträgt die Medikamentenmenge bis zu 20 ml, wird die Behandlung als Injektion bezeichnet, über 20 ml spricht man in der Medizin von einer Infusion. Die Injektion ist eine gängige Methode, um Medikamente zu verabreichen. Der Stich in die Haut ist nur minimal spürbar. Die Vorteile der Injektion liegen in der schnellen Wirksamkeit des Medikamentes und der exakten Platzierungsmöglichkeit. Auch kann durch die Injektion, bei Bedarf, eine Wirkstoffkombination gespritzt werden.
Injektionsarten
Von den verschiedenen Injektionsarten werden am häufigsten die subkutane und die intramuskuläre Injektion angewendet. Bei der subkutanen Injektion wird das Medikament in die Unterhaut gespritzt. Intramuskulär bedeutet, dass das Medikament in einen Skelettmuskel verabreicht wird. Mit der intraartikulären Injektion wird das Gelenk behandelt, und eine intravenöse Injektion leitet das Medikament direkt in eine Vene.
Kniegelenkarthrose
Die Kniegelenkarthrose ist ein vorzeitiger Verschleiß des Gelenkknorpels im Knie und führt im Laufe der Zeit zu einer chronischen Reizung der Gelenkschleimhaut. Schließlich reibt Knochen auf Knochen, und es kommt zu ständigen, unerträglichen Schmerzen. Eine Kniegelenkarthrose kann durch zu starke oder falsche Belastung des Kniegelenkes ausgelöst werden, ist aber auch ein Verschleiß, als Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Um die Beschwerden zu lindern, werden Kniearthrose-Spritzen verwendet, mit denen ein schmerzlinderndes Mittel in das Knie injiziert werden kann. Von außerordentlicher Wichtigkeit sind die Hygiene und die Hautdesinfektion, denn sollten Keime in das Knie gelangen, kann es zu einer schwerwiegenden Infektion kommen.
Therapeutische Lokalanästhesie
Die Therapeutische Lokalanästhesie (TLA) beinhaltet alle Methoden der Schmerzunterdrückung, durch eine örtliche Betäubung. Bei einer Therapeutischen Lokalanästhesie werden lokale Betäubungsmittel direkt in den Schmerzbereich injiziert, wodurch der Schmerz vollständig schwindet und sich Verspannungen lösen können. Die Wirkung hält einen gewissen Zeitraum an, lässt dann wieder nach und die Schmerzen können, meistens jedoch in stark abgeschwächter Form, wieder auftreten. Je nach Stärke des Schmerzzustandes können mehrere Behandlungen nötig werden.
Eine Sonderform der TLA stellt die Triggerpunktinfiltration dar. Sie kann bei Gelenkbeschwerden, Muskel-, Arm-, Schulter- und Rückenschmerzen und auch bei Weichteilrheumatismus eingesetzt werden. Als Triggerpunkte werden u.a. schmerzauslösende Kontraktionsknoten in den Muskeln bezeichnet. Triggerpunkte können sich aber auch an den Knochen, Bändern und im Hautniveau befinden. Von diesen Punkten aus können Schmerzen und Krämpfe in ein entferntes Körperareal projiziert werden. Durch exaktes Abtasten (Palpation) können Triggerpunkte identifiziert und durch eine Triggerpunktinfiltration behandelt werden. Mit Hilfe einer feinen Nadel wird in die Punkte ein niedrig dosiertes, lokales Betäubungsmittel injiziert. Das Mittel betäubt die Schmerzen, entspannt die Muskeln und wirkt sich beruhigend auf eventuelle Entzündungen aus, so dass sich der Bewegungsapparat regenerieren kann.
Eine weitere wirkungsvolle Behandlungsmethode der Schmerztherapie ist die Quaddelbehandlung, die bei Arthrose und anderen Verschleißerkrankungen der Gelenke angewendet wird. In die Umgebung der betroffenen Gelenke, nicht in die Gelenke, wird in die Haut ein lokales Betäubungsmittel gespritzt. Die Betäubung sorgt für eine Muskelentspannung, vermindert den Druck, der auf dem Nerv liegt und eliminiert den Schmerz. Die Durchblutung wird bis in die tieferen Hautschichten verbessert, und der Heilungsprozess wird aktiviert.
Einzelleistungen zum Thema Injektionen Erfahren Sie mehr über spezielle Leistungen. Hier sehen Sie auch, welche Mitglieder von AEQUANET diese Leistungen anbieten:  | Kniearthrose-Spritzen |  | Quaddelbehandlung |  | Schmerzinfiltrationstherapie |  | Therapeutische Lokalanästhesie |  | Triggerpunktinfiltration |
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