Unser Qualitäts- und Managementsystem
Das Qualitäts- und Managementsystem nach EFQM (European Foundation for Quality Management) ist der Ursprung oder das "Dach" vieler anderer Systeme, die heute im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Als Beispiel seien nur der KTQ, QEP oder EPA genannt. Der EFQM ist ein offenes System, das heißt Komponenten anderer Systeme können problemlos in dieses System integriert werden.
Das EFQM-Modell untergliedert sich in die zwei Hauptblöcke
- Befähigungskriterien (WIE wird die Leistung erbracht)
- Ergebniskriterien (WAS wurde erreicht, Messgrößen)
und weiter in 9 Hauptkriterien (s.u.) und 32 Teilkriterien.
Durch den Regelkreis Befähigung, Ergebnisse (=Messgrößen) sowie Innovation und Lernen (=kontinuierliche Verbesserung) wird innerhalb des Unternehmens ein Regelkreis des Handelns aufgebaut. Hier ist kein Stillstand, sondern Dynamik und Innnovation. Aus diesem Grunde ist das EFQM-Modell für Excellence, trotz aller Komplexität, für den Bereich der Patientenversorgung, an dem so viele Leistungserbringer teilnehmen, sehr gut geeignet.
Kern des Excellence-Modells ist die sogenannte RADAR-Logik, die sich zusammensetzt aus
- Results (Ergebnisse definieren)
- Approach (Vorgehen und Umsetzung planen)
- Deployment (Vorgehen umsetzen)
- Assessment and Review (Vorgehen und Umsetzung bewerten und überprüfen)
Das EFQM-Modell für Excellence...

...ist eine vereinfachende Abbildung eines Unternehmens.
(Quelle: Deutsche EFQM)
Besonders wichtig ist die regelmäßig und systematisch durchgeführte Selbstbewertung. Hier werden Stärken und Schwächen identifiziert und der Vergleich zu anderen Unternehmen (bei AEQUANET anonymisierter Vergleich der Praxen regional untereinander) festgestellt. Aufgaben werden anhand der Selbstbewertung priorisiert, durchgeführt und nach EFQM-Schema bewertet.
Die umfangreiche Selbstbewertung muss alle Haupt- und Teilkriterien des EFQM-Modells umfassen und alle relevanten Informationen berücksichtigen.
Charakteristisch für den EFQM ist die Wahrung der Individualität des Unternehmens (offenes System), die Dynamik und kontinuierliche Verbesserung, die für alle Bereiche des Unternehmens in ausgewogenem Maße, angestrebt wird. In diesem System kann sich die Einzelunternehmung Arztpraxis allein und im Rahmen der Netzgemeinschaft wiederfinden. Die Kriterien der Excellence sind allgemeingültig und international.
Der Nutzen des EFQM-Modells liegt in der Berücksichtigung aller Interessengruppen, d.h. vor allem Handeln erfolgt zunächst eine umfassende Planung, vor der Planung wird das Ergebnis, das erzielt werden soll, definiert. Dadurch werden Insellösungen und die Vernachlässigung einzelner Teilbereiche bei der Leistungserbringung vermieden. Durch die Definition von Messgrößen können wieder Stärken und Schwächen der Einzelunternehmen (hier Arztpraxen oder auch Netze) identifiziert werden.
Die Organisation EFQM (European Foundation for Quality Management)
Die EFQM (European Foundation for Quality Management) ist eine Stiftung mit Sitz in Brüssel. Ihre 14 Gründer und über 700 Mitglieder sind Unternehmen und andere Organisationen bis hin zu Behörden, sogar Ministerien. Aufgabe der EFQM ist es die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern. Dazu verbreitet sie das Wissen über die Steigerung der Excellence in Organisationen. Seit 1992 lobt die EFQM jährlich den EFQM Excellence Award (EEA) aus, die methodisch am besten fundierte Auszeichnung für europäische Organisationen aller Branchen. Der EEA ist die oberste Stufe der Levels of Excellence, deren Einstieg das Committed to Excellence darstellt.
Weitere Informationen: www.efqm.org
Die Organisation DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V.)
Die DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V.), wichtigste deutsche Fachorganisation zum Thema Qualitätsmanagement, ist Nationale Partnerorganisation der EFQM in Deutschland. Sie setzt national das Programm Levels of Excellence um und ist Mitinitiator des Ludwig-Erhard-Preises (LEP), des deutschen Pendants zum EEA.
Weitere Informationen: www.dgq.de
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