Die Eigenbluttherapie
Die Therapie mit Eigenblut hat lange Tradition. Bereits im 3. vorchristlichen Jahrhundert haben chinesische Ärzte sie genutzt. Auch in Europa ist sie seit langem bekannt. Mit zunehmender "Technisierung" der Medizin verlor sie allerdings an Bedeutung - zu Unrecht.
Wirkung:
Die Eigenbluttherapie stimuliert die körpereigenen Abwehrkräfte und unterstützt die Selbstregulation des Organismus. Dabei wird dem Patienten etwas Blut aus der Vene entnommen und intramuskulär in den Gesäßmuskel zurückinjiziert. Die Wirkung wird verstärkt, wenn das Blut mit geeigneten pflanzlichen oder homöopathischen Substanzen bzw. mit Sauerstoff oder Ozon angereichert wird.
Injiziertes aufbereitetes Eigenblut setzt einen kleinen Bluterguss im Muskelgewebe. Bevor es über den Lymph- und Blutweg abtransportiert wird, muss es in seine Bestandteile (Salze, Mineralien, Hormone, Eiweiß, Immunkörper und Fremdstoffe) zerlegt werden. Dies hat zunächst eine starke örtliche Reaktion des Gewebes zur Folge. Im weiteren Verlauf werden die körpereigenen Abwehrfunktionen alarmiert, was zu einer Zunahme der Immunkörper führt. Ein Heilungsprozess wird in Gang gesetzt, der letztendlich den gesamten Körper erfasst.
Indikationen:
Krankheiten wie Allergien, chronische Entzündungen, Haut-, Gefäßerkrankungen und Infektionen können behandelt werden. Besonders bei Infektanfälligkeit und häufigen Erkältungskrankheiten hat sich die Eigenbluttherapie bewährt.
Weitere Indikationen sind: vermindertes Allgemeinbefinden (physisch und psychisch), allgemeine Rekonvaleszenzförderung und Auffinden von Herden.
Das Auffinden von Herdreaktionen ist erwünscht, weil damit bislang unerkannte, "versteckte" Erkrankungen zum Vorschein kommen und einer Behandlung zugänglich werden. Häufig sind Herdreaktionen im Kopfbereich zu beobachten, wie Zahnbeschwerden und chronische Nasennebenhöhlenentzündungen.
Kontraindikationen:
aktive tuberkulöse Prozesse, Gerinnungsstörungen, destruktive Tumorendstadien, Spritzenangst.
Mögliche Begleiterscheinungen:
Neben einer örtlichen Reizung kann vorrübergehend eine erhöhte Körpertemperatur auftreten. Sie ist in der Regel harmlos und vergeht spontan.
Behandlungsbeginn und Behandlungsdauer:
Sinnvoll ist der Beginn der Therapie im Herbst. Bei vielen Indikationen spielt die Jahreszeit jedoch keine Rolle.
Die Behandlung dauert in der Regel 3-5 Wochen mit zwei Anwendungen pro Woche.
Wir empfehlen Ihnen - gerade vor der "Grippe" oder "Pollenzeit" - eine Eigenblutbehandlung innerhalb von 5 Wochen. Dabei setzen wir dem Blut ein immunmodulierendes Präparat zu.
Nachbehandlung:
Eine Wiederholung der Therapie nach einem Jahr ist sinnvoll. Es stabilisiert den Therapieerfolg und den Allgemeinzustand.

Autor dieses Expertenbeitrags:
Dr. med. Wido Seitz, Friedberg
Erfahren Sie, welche Mitglieder von AEQUANET diese spezielle Einzelleistung anbieten: Eigenblutbehandlung
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