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Duplexsonographie der hirnzuführenden Gefäße

Unter den hirnzuführenden Gefäßen sind die Arterien zu verstehen, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Zu unterscheiden sind innerhalb der Schädelhöhle (intrakraniell) und außerhalb der Schädel- höhle (extrakraniell) liegende Arterien. Bilden sich Kalkablagerungen in diesen Gefäßen (Arteriosklerose), kann es zu Durchblutungsstörungen des Gehirns bis zum Schlaganfall kommen. Eine Ultraschalluntersuchung mittels anatomischer Darstellung der Gefäße und gleichzeitiger Blutflussdarstellung und Flussgeschwindigkeitsmessung (Duplexsonographie) ermöglicht den Nachweis dieser Verkalkungen und erlaubt, den Schwere- grad einer Verengung zu bestimmen. Dadurch wird es möglich, einen Eingriff mittels Operation oder Aufdehnung der Verengung durchzuführen, bevor es zur ernsten Komplikation in Form eines Schlaganfalles kommt. Oft ist die Halsschlagader (Arteria carotis communis) von Verkalkungen betroffen, besonders häufig an ihrer Aufteilungsstelle in einen äußeren (Blutversorgung des äußeren Schädels und des Gesichts, A. carotis externa) und inneren Ast (Blutversorgung des Gehirns, A. carotis interna). Diese Stelle am Hals (Carotisgabel) ist glücklicherweise für die Duplexsonographie gut zugänglich. Nachweisbar sind geringste Ablagerungen bis hin zu Gefäßverschlüssen. Risikofaktoren für eine Gefäßverkalkung in diesem Bereich sind Bluthochdruck, Nikotin, Zucker- und Fettstoffwechselstörung sowie zunehmendes Alter und genetische Belastung. Bestehende Veränderungen sollten in regelmäßigen Abständen je nach Schweregrad kontrolliert werden. Auch bei bekannter Arteriosklerose in anderen Gefäßbezirken (Herzkranzgefäße, Beinarterien) sollte eine Duplexsonographie der Halsschlagadern erfolgen. Als Hinweis für eine allgemeine Gefäßverkalkung gilt eine sonographisch messbare Verdickung der Wand der Halsschlagader (Arteria carotis) über 1 mm. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall korreliert hiermit und steigt mit zunehmender Gefäßwanddicke. Somit ist diese Untersuchung bei vorliegenden Risikofaktoren (s.o.) aus prognostischen Gründen sinnvoll.

Auch die innerhalb der Schädelhöhle liegenden Arterien lassen sich in ca. 95% d.F. ausreichend gut untersuchen (transkranieller Doppler), um ein Strombahnhindernis zu suchen. Diese Untersuchung ist immer zusätzlich erforderlich, wenn aufgetretene Symptome an eine Hirndurchblutungsstörung denken lassen.

Dieter Schepp

Autor dieses Expertenbeitrags:

Dr. med. Dieter Schepp, Ortenberg




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